"Sich als Ganzes zu fühlen ist für das Kind, wie für jeden Menschen, eine biologische und kulturelle Notwendigkeit, ein lebensnotwendiger Zustand des Wohlbefindens.                      (L.Malaguzzi)      

                   

Auf der folgenden Seite haben wir einige Anregungen zur gezielten Förderung der sensorischen Integration, sowie der Graphomotorik aufgeführt. Viele weitere Spielanregungen erhalten Sie auf der CD, die sich inclusive des Praxisbuches Sozialpädagogik Band 2 befindet und in unseren Seminaren.

 

 

 

LINSENBECKEN

Material:

1 Kiste ca. 50x30 cm

Linsen (die Kiste muss ca. ¾ gefüllt sein )

Einige Bonbons

 

Vorbereitung:

Füllen sie die Kiste mit den Linsen und verstecken sie einige Bonbons in die Linsenkiste.

 

Durchführung:

Nun erzählen sie den Kindern eine kleine Geschichte z. B. die Prinzessin Lissi hat mit ihrem Linsenbecken gespielt und einen ganz wichtigen Schatz darin verloren. Ihr müsst der Prinzessin helfen und versuchen mit verbundenen Augen (damit die Kinder die Bonbons nicht sehen sondern nur ertasten können) den Schatz zu finden.

 

Einem Kind werden nun die Augen verbunden und es darf nur mit den Händen versuchen den Schatz zu bergen. Nachdem es den Schatz gefunden hat, darf das nächste Kind den Schatz „bergen“.

 

Abschluss:

Die Prinzessin bedankt sich bei den Kindern und die Schätze dürfen verspeist werden.

 

 

Spielideen zur Förderung des Gleichgewichts:

 

Balancieren auf Mäuerchen

Lassen Sie ihr Kind beim Spazierengehen auf Mäuerchen balancieren. Wenn ihr Kind Angst hat, geben Sie ihm entsprechende Hilfestellung.

Diverse Schaukeln auf dem Spielplatz

Schaukeln aller Art fördern das Gleichgewichtsgefühl Ihrer Kinder. Ermutigen Sie Ihr Kind alle möglichen Schaukeln auf Spielplätzen aus zu probieren.

Hängematte in der Wohnung

Wenn Sie die Möglichkeit haben in Ihrer Wohnung eine Hängematte an zu bringen, sollten Sie das tun. Das Spielen mit und in der Hängematte macht nicht nur sehr viel Spaß, sondern fördert den Gleichgewichtssinn Ihres Kindes und lässt es sicherer werden.

Radfahren

Fahren Sie oft mit Ihrem Kind Fahrrad. Wenn Ihr Kind sehr unsicher ist, gehen Sie zu Fuß nebenher. Schon kurze Strecken z.B. zum Einkaufen können, wenn Sie sie regelmäßig fahren, sehr schnell zu sichtbaren Erfolgen führen.

Schwimmen

Schwimmen bietet bekanntlich viele Vorteile. Auch zur Förderung des Gleichgewichts trägt Schwimmen bei. Nicht nur in der Badesaison können Schwimmbadbesuche viel Spaß machen und sind für die meisten Kinder ein echtes Highlight.

Hindernisparcoure

Sie kennen Hindernisparcoure vielleicht von Kindergeburtstagen. Ihrer Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Sofakissen, Kartons, Seile, Sessel und ähnliches werden als Hindernisse, die es zu überwinden gilt auf einer Strecke platziert. Sie sollten bei der Wahl der Hindernisse natürlich darauf achten, dass sie ungefährlich sind und ein Verletzungsrisiko ausschließen.

Laufen auf verschiedenem Untergrund
(Kissen, Stoff, Seil, Schaumstoff, Waldboden, Badestrand etc.)

Jeder kennt ja dieses kribbelige Gefühl wenn man barfuß über eine Wiese läuft. Bei Kindern muss genau diese Wahrnehmung noch verfeinert werden. Hierbei spielen auch Festigkeit, Beweglichkeit und Oberflächenbeschaffenheit des Untergrundes eine Rolle. Seien Sie kreativ im Finden von verschiedenen Materialien über die Ihr Kind laufen oder krabbeln kann und verschaffen Sie ihm ausreichend Möglichkeiten verschiedenste Bodentypen auszuprobieren.

Springen/ Seilspringen/ Trampolin

Gezieltes Springen ohne umzufallen oder zu stolpern erfordert ein gut angepasstes Gleichgewicht. Seilspringen allein oder in der Gruppe bietet dabei optimale Lernbedingungen. Mit der Anschaffung eines Trampolins könnten Sie Ihrem Kind wichtige „Springreize“ spielerisch ermöglichen. Bitte achten Sie dabei auf eine gute Federung, dem Körpergewicht ihres Kindes entsprechend.

Hüpfen/ Sackhüpfen/ Gummihopse

Hopsen, Toben und Springen sind Ausdruck von Bewegungsfreude bei Kindern. Bauen Sie diese natürliche Bewegungsfreude in Spielideen ein. Zum Beispiel Sackhüpfen, Gummihopse oder Hüpfen in Kreidefelder auf der Straße. Ihr Kind bekommt wichtige Reize für die Haltung und Bewegung. (Beinkoordination, Gleichgewicht) Auch zu Hochsprung über ein Seil oder eine Stange lassen Kinder sich gerne motivieren.

Büchsenstelzen/ Stelzen

Laufen wie ein Riese. Auf Stelzen wirkt die Welt rings herum gleich anders. Verschaffen Sie Ihrem Kind die wacklige Erfahrung mit „längeren Beinen“als sonst durch den Hof zu stolzieren. Natürlich erfordert dies auch etwas Übung und Geduld. Wenn aber dann schließlich der Riese laufen gelernt hat, wird er nicht mehr stehen bleiben wollen.

Schaukelstuhl / Gymnastikball

Schon während der Schwangerschaft nimmt der Embryo Lageveränderungen der Mutter deutlich wahr und muß darauf angepasst reagieren. Ein Schaukelstuhl lohnt sich also nicht erst für Kleinkinder sondern auch vorher schon für die werdende Mutter. Die Schaukelbewegungen erfordern eine erhöhte Spannung und aufrechtes Sitzen im Rumpfbereich des Schaukelnden.

Turnstange

Eine Turnstange passt in jeden Türrahmen und bietet selbst in einer kleinen Wohnung die Möglichkeit zum Klettern, Hangeln und Kraftübungen.

Klettern/ Rennen/ spazieren

Kinder brauchen „Auslauf“! In der Natur und auch in der Stadt bieten sich viele Möglichkeiten zum Klettern, rennen oder spazieren gehen. Natürlich macht das nur gemeinsam Spaß.

Blinde Kuh

Mit verbundenen Augen im Raum orientieren und auf Zuruf in die richtige Richtung zu laufen. Mit den Händen andere Personen ertasten und erraten. Dieses Spiel lässt sich reichlich variieren und spielt sich natürlich am Besten in der Gruppe.

Eier laufen

Da ist etwas vorsicht geboten. Ein Ei auf dem Löffel über einen Hindernisparcour tragen. Mit einem Auge auf den Weg achten und mit dem anderen auf das Ei. Eine ruhige Hand bewahren und doch geschickt und schnell sein. Nicht nur ein Idee für den Kindergeburtstag.

Spielideen zur Förderung der Feinmotorik

Malen/ Ausmalen/ Nachmalen/ Raten und Malen

Freies Malen und Ausmalen fördern sowohl die Feinmotorik als auch die Graphomotorik (=koordinierter Umgang mit dem Stift). Ermutigen Sie Ihr Kind beim Ausmalen genau zu zeichnen und die vorgegebenen Linien einzuhalten. (dem Alter entsprechende Schwierigkeitsgrade beachten und niemals den Spaß an der Arbeit verderben!) In kleine Spiele eingebunden lassen sich Kinder oft leichter motivieren. (Einkaufszettel malen, Post spielen...) Abwechselnd etwas malen und dann raten, was es ist.

Perlen fädeln

Als kleine Nachmittagsbeschäftigung kann das Perlen fädeln viel Spaß machen. Die feinmotorische Anforderung schult ihr Kind in der Handkoordination und übt das dosierte schieben und ziehen mit den Fingerspitzen. Beide Hände sind dabei im Einsatz. Als Erfolgserlebnis des Kindes lässt es eine schöne Kette oder Anhänger entstehen.

Kleben/ Schneiden

Gemeinsam mit ihrem Kind können Sie verschiedene kreative Bilder entstehen lassen. Dabei können alte Kataloge und Zeitschriften verwertet werden. Beim Kleben und Schneiden kommt es vor allem auf Kraftdosierung und Auge-Hand-Koordination an. Das genaue Erkennen der Linie beim Schneiden und dabei die Führung der Hand ist eine wichtige Voraussetzung für die Graphomotorik.

Knüllbilder/ Materialbilder

Als gute Abwechslung zum Umgang mit dem Stift eignen sich Knüllbilder oder Materialbilder. Als Vorlage kann ein einfaches Ausmalbild dienen (evtl. aus Pappe). Es werden nun kleine Stücke aus farbigem Papier (Serviette, Krepppapier o.ä.) zu Kugeln geformt und auf die Vorlage geklebt. Anstelle der Papierkugeln können auch andere Materialien wie Nudeln, Erbsen, Linsen aufgeklebt werden.

Kneten

Beim Kneten bekommt ihr Kind eine klare Rückmeldung über den erforderlichen Krafteinsatz. Es können Kugeln, Würste, lange Schlangen oder zusammengerollte Schnecken entworfen werden. Ihr Kind lernt wieviel Kraft es maximal oder minimal aufbringen muß, um ein Knetergebnis zu erzielen. Für den erprobten Kneter können dann dreidimensionale Knetfiguren eine Herausforderung sein.

Backen (Kekse ausstechen, Teig kneten)

Kinder lassen sich leicht für alltägliche Verrichtungen wie zum Beispiel Backen begeistern. Beim Teig kneten können sie ihre Handkraft dosieren und stärken. Wenn Kekse ausgestochen werden ist viel Fingergeschick gefragt. Nebenbei lernt das Kind seine Handlungen selbständig zu planen und durchzuführen. Nicht zuletzt auch ein nettes Geschenk für die Oma.

Sticken/ knüpfen/ knoten

Auch verschiedene Techniken im Umgang mit Wolle und Faden fördern die Feinmotorik. Stickbilder (auch auf Karton möglich) sind eine Möglichkeit. Geflochtene Bänder werden gerne als Freundschaftsbänder verwendet. Das Herstellen einer Bommel ist eine andere Alternative und erfordert außerdem Ausdauer.

Fingerspiele

Mit diversen Fingerspielen sammelt Ihr Kind wertvolle Informationen über die Fingerkoordination. Diese birgt die wichtigste Handlungsfähigkeit im Alltag ihres Kindes. Mit lustigen Sprüchen oder Reimen macht es noch viel mehr Spaß und fördert die Beziehung zu ihrem Kind. (lange Autofahrten, Wartezeiten können überbrückt werden)

Bügelperlenbilder

Kleine Perlen zu greifen erfordert Fingerspitzengefühl, Geduld und Ausdauer. Um das spielerisch zu trainieren kann man die Steckplatten und Perlen in jedem Bastelbedarf oder Spielwarenbedarf erstehen. Die aufgesteckten Perlen werden gebügelt und das Kind hält gleich ein stolzes Ergebnis in den Händen.

Steckspiele

Steckspiele fördern die Kraftdosierung und Handkoordination ihres Kindes. Außerdem wird die räumliche Orientierung geschult, wenn man die meist vorgegebenen Bilder nachbaut. Das Ergebnis kann auch mal fotografiert oder abgemalt werden. Eine zusätzliche Motivation ist das Ausdenken eigener Muster.

Stempeln

Eine kleine bunte Auswahl an Stempeln sollte in keinem Bastelsortiment fehlen. Die gestempelten Bilder können mit Farben verschönert oder ausgeschnitten werden. Stempeln kann auch im Rollenspiel eingebaut werden, zum Beispiel als Besuch bei der Post oder beim Amt.

Fingerfarben

Beim Experimentieren mit Fingerfarben sind zwei wichtige Lernerfahrungen beteiligt. Zum einen lernt ihr Kind mit klebriger, nasser und flüssiger Masse umzugehen. Zum Anderen gibt das Gleiten der Finger auf der Materialoberfläche eine starke Rückmeldung über den nötigen Krafteinsatz. Kinder mit taktiler Abwehr können über die Arbeit mit verschiedenen Materialien ihre Hemmungen abbauen.

Pappmaché

Eine gern ausgeführte Arbeit ist das Pappmaché. Dazu wird Tapetenkleister angerührt und Zeitung in kleine Stücke gerissen. Mit einem größeren Pinsel oder mit der Hand (das gibt noch mehr taktile Reize) wird der Tapetenkleister auf den aufgeblasenen Luftballon aufgetragen und die Zeitungsschnipsel aufgeklebt. Es sind mehrere Schichten Zeitung nötig, um genug Stabilität zu erreichen. Was dabei entsteht ist der Phantasie des Kindes überlassen: vom Sparschwein bis zum Fisch ist alles möglich. Vielleicht entsteht sogar die neue Kopfbedeckung für den nächsten Fasching. Um Nasen, Beine etc. anzubringen eignet sich eine alte Eierschachtel.

Kastanienmenschen bauen

Im Herbst begeistern immer wieder die glatten Kastanien die Kinder. Daraus kann man mit Hilfe von Streichhölzern und etwas Holzleim lustige Menschen und Tiere basteln. Beim Bohren der Löcher mit einem Handbohrer helfen sicher die Eltern. Ein Spaziergang und Bastelnachmittag für die ganze Familie.

Puzzlen

Puzzlen erfordert Konzentration, genaues Hinschauen und Feingefühl beim zusammenstecken der Teile. Das macht besonders in der Gruppe Spaß und bringt noch größere Ausdauer.

Murmelspiele

Murmeln sind in fast jedem Haushalt zu finden. Und als Spiel verpackt eignen sie sich gut, um Fingerkoordination zu trainieren. Man kann diese auch gut auf dem Spielplatz verwenden.

Möglichkeiten:

  • Zielschnipsen (Tore können aus Lego gebaut werden)
  • Auf dem Teppich eine Straße abkleben mit Kreppklebeband und die Murmeln als „Auto“ durch den Parcour schnipsen.
  • Eine größere Kugel als Orientierung in den Raum schnipsen und die kleineren müssen versuchen so nah wie möglich an die Große zu kommen.

Spielideen zur Förderung der Grobmotorik

Kreidebilder auf den Boden malen

Malen und Ausmalen macht Kindern besonders viel Freude, vor allem auf dem Boden. Beim großflächigen Malen übt ihr Kind die späteren feinmotorischen Bewegungen. Gezielt werden Formen wie Kreis, Viereck und Dreieck in großen Formaten umgesetzt.

Hampelmannsprung

Üben sie mit ihrem Kind den Hampelmannsprung. Hierbei lernt ihr Kind das Körpergewicht auszugleichen und Arme und Beine koordiniert zu bewegen. Der Erwerb dieser Koordination ist eine wichtige Voraussetzung für diverse motorische Anforderungen.

Balancieren

Auf einem schmalen Steg oder Brett zu balancieren, stellt eine hohe Anforderung an ihr Kind dar. Das Gleichgewicht muss gehalten und immer wieder verlagert werden. Ihr Kind lernt es über den eigenen Körper Kontrolle zu gewinnen.

Schwimmen

Baden und Schwimmen gehen macht der ganzen Familie Spaß. Beim Schwimmen wird vor allem die Körperkoordination gefördert. Ihr Kind lernt mit Beinen und Armen unterschiedliche Bewegungen auszuführen und dabei effektiv im Wasser vorwärts zu kommen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet hierbei die Kopfkontrolle und die Stärkung der Nackenmuskulatur.

Rad/ Roller/ Dreirad/ Skateboard fahren

Sich mit kleinen Fahrzeugen fort zu bewegen steckt in der Natur des Menschen. In unserem Fall fördert es ungemein die Koordination, das Gleichgewicht halten und die Reaktionsgeschwindigkeit. Ihr Kind übt die einzelnen Körperteile unabhängig voneinander zu bewegen und dabei im Gleichgewicht zu bleiben.

Ball spielen

Auch einfache Spiele wie ein Ballspiel, fördern die Auge-Hand-Koordination ihres Kindes. Der Ball muss beobachtet werden, die Reaktionsgeschwindigkeit bemessen und im richtigen Moment zum Einsatz kommen. Gerade beim Fangen und Werfen kann die Koordination beurteilt werden.

Zielwerfen

Eine Zielscheibe selbst gebastelt an die Wand geheftet oder einen Eimer im Raum plaziert. Geworfen werden kann so manches (schwere Bälle, Sandsäckchen, Schaumstoffwürfel...) Eine gute Kraftdosierung und Koordination ist in jedem Fall gefordert.

Hockey spielen

Im Handel gibt es gerade zum Sommer günstige Hockeyschläger für Kinder (sind aus Plastik und daher nicht so hart, wenn der Schläger mal sein Ziel verfehlt). Der flache Puck eignet sich vor allem für geteerte Plätze. Reaktionsgeschwindigkeit und Koordination wird beim Spiel gefördert.

Luftballontennis

Wenn das Federballspiel noch zu schwierig ist, kann man sehr gut einen Luftballon nehmen. Dieser bewegt sich langsamer und ist leichter zu treffen.

Schwungtuch

Eine gute Idee für die Gruppe- ein großes Stoffstück/Laken kann dazu benutzt werden. Ein Kind darf sich in die Mitte legen, die anderen bewegen das Tuch auf und ab. Man kann das Tuch auch als Transportmittel für Bälle oder ähnliches benutzen, die dann trotz Bewegung nicht herunterfallen dürfen.

diverse Sportarten (Fußball, Basketball, Leichtathletik)

Nicht zuletzt sind diverse Sportarten förderlich für Bewegung, Koordination, Körpergefühl und Teamgeist. Bitte bedenken Sie stets, dass Bewegung Freude bereiten soll. Jedes Kind sollte zwar ermutigt werden sich sportlich zu betätigen, jedoch nicht unter Zwang. Die Wahl der Sportart sollte den Fähigkeiten ihres Kindes entgegen kommen.

Stempeln

 

Material:

Stempelkissen,

verschiedene Stempel

Schaumgummireste, Farbe

Korken, Schwämme, Watte, Blätter

verschiedene Papiersorten

Malkittel

 

Vorbereitung:

Decken sie den Arbeitsplatz ab.

Mit den Schaumgummiresten und der Farbe können sie auf einem Unterteller ein zusätzliches Stempelkissen selbst herstellen, indem sie ein Stück Schaumgummi befeuchten und es mit ein wenig Farbe tränken.

 

Durchführung:

Die Kinder haben nun die freie Wahl und können sich mit den verschiedenen Gegenständen von den unterschiedlichen Stempelkissen Farbe holen und den Abdruck auf die unterschiedlichen Papiersorten bringen.

 

In diesem Angebot ermöglichen sie dem Kind, zu erlernen, gezielt seine Kraft zu dosieren. Da das propriozeptive System unter anderem auch für die Dosierung der Kraft zuständig ist um z.B. ein zerbrechliches Glas zu halten ohne es zu zerdrücken.

(vgl.Christine Meier, Judith Richle, Sinn-voll und alltäglich, !994 verlag modernes lernen Dortmund, S.43 und 51)

 

REGENTONNE

 

Material:

Regentonne

 

Vorbereitung:

Sie benötigen eine leere Regentonne, evtl .vom Nachbarn mit Garten, vom Baumarkt oder vom Gartenfachhandel.

 

Durchführung:

Sie können nun den Kindern verschiedenen Möglichkeiten anbieten. Sei es zum Kullern, Rollen oder als Höhle. Das Fass kann auf die verschiedenen Arten gefüllt oder eingerichtet werden.

 

Beim Rollen wird der Gleichgewichtssinn stark gefordert.

Im Innenohr befinden sich auch die Rezeptoren für den Gleichgewichtssinn. Diese reagieren auf die Schwerkraft der Erde und auf jede Kopfbewegung. Somit gibt uns dieser Sinn lebenswichtige Informationen über unsere Lage im Raum und über die Geschwindigkeit und Richtung, in der wir uns bewegen.

(vgl. Christine Meier, Judith Richle, Sinn-voll und alltäglich, 1994 verlag modernes lernen Dortmund, S.57 und 64)

 

 

Fördermaßnahmen zur Körperwahrnehmung

 

Fördereinheit: Begrüßung

 

Ziele:

·         Beobachtung und Orientierung an Körperteilen

      und Körperseiten

·         Rechts- Links- Unterscheidungen

·         Reaktionen auf Benennungen

 

Durchführung:

Der Gruppenleiter begrüßt zu Beginn der Stunde

alle Kinder einzeln mit der Hand.

Er fordert sie nun auf, die Begrüßung zu erschweren,

indem sie ihre rechte Hand verstecken. So können

sie sich beispielsweise auf die rechte Hand setzen

oder die rechte Hand unter dem linken Arm einklemmen.

Danach geht der Gruppenleiter zu jedem Kind, sucht seine rechte Hand und begrüßt jedes Kind mit einem liebevollen Händedruck.

 

Spielvariationen:

·         Statt der Begrüßung wird eine Verabschiedung gespielt.

·         Bestimmte Körperteile und Körperseiten werden begrüßt. Beispiel: Der linke Unterarm wird begrüßt.

·         Die Kinder finden sich paarweise zusammen. Das eine sagt dem anderen ein Körperteil, versteckt es und lässt den Partner das benannte suchen. Kann mit Körperseiten ebenfalls durchgeführt werden.

·         Das benannte Körperteil wird vom Partner blind ertastet.

 

Pädagogische Hinweise:

Um die Übung zu festigen, empfiehlt es sich, Begrüßung oder Verabschiedung als Ritual über eine Zeit lang durchzuführen.

Es sollte darauf geachtet werden, dass die Kinder Körperteile und – seiten vermehrt selbst benennen. Dabei wird das phantasievolle Verstecken einzelner Körperteile selbstverständlich entsprechend bekräftigt.

Baut man die Übung weiter aus und überträgt Körperteile auf das Körperschema des anderen Kindes, erschwert sich für eine Reihe von Kindern die Situation.

 

Fördereinheit: Der Bierdeckeltanz         

 

Material:

·         Kassettenrecorder mit Bewegungsmusik oder eine Trommel

·         So viele Bierdeckel wie Kinder

              

Ziele:

·         Schnelle Reaktion auf benannte Körperteile

·         Unterscheidung der Körperseiten

·         Förderung der Hör-Verstehensleistung

·         Rechts- Links Orientierung

 

Durchführung:

Die Bierdeckel werden im Raum verteilt. Zur Musik dürfen sich die Kinder im Raum bewegen. Sobald die Musik stoppt müssen die Kinder das nun benannte Körperteil auf einen freien Bierdeckel legen. Beispiel: Linkes Knie.

 

Spielvarianten:

·         Während die Musik läuft sollen sich die Kinder auf unterschiedlicher Art  und Weise bewegen z.B. auf Zehenspitzen laufen, auf allen vieren Krabbeln u.s.w.

·         Jedes Kind merkt sich seinen eigenen Deckel und darf nur diesen bei Musikstopp benutzen

·         Man spielt nach dem Ausscheidungsprinzip, der letzte scheidet aus

 

Pädagogische Hinweise:

Es werden bei diesem Spiel verschieden Bewegungsmuster angesprochen die dem Kind ermöglichen diese einzuüben bzw. zu erlernen.

 Zusätzlich wird auch die Raumwahrnehmung, die später in diesem Buch ausführlich beschrieben wird

gefördert.

Die Konzentration beim Hören und gleichzeitig Verstehen bzw, das Umsetzen von Arbeitsaufträgen wird bei diesem Spiel in einem hohen Maß angesprochen.

 

Fördermaßnahmen zur Raumwahrnehmung

 

Fördereinheit: Platzwechsel

 

Material:

·         Stühle oder Gymnastikreifen, Teppichfliesen

·         Kassettenrecorder

 

Ziele:

·         Wahrnehmung von Raumpunkten und ihren Beziehungen

       zueinander

·         Wahrnehmung der Beziehungen von Raumpunkten

·         Einprägung von Reihenfolgen

 

Durchführung:

Die Stühle stehen im Raum verteilt. Jedes Kind hat seinen Platz, den es sich merkt. Zur Musik bewegen sich die Kinder im Raum. Wenn die Musik aufhört, kehren sie schnell zu ihrem Platz zurück. Dann gehen sie im nächsten Durchgang mit geschlossenen Augen vorsichtig herum, um beim Ende der Musik mit offenen Augen rasch ihren Platz zu finden.

 

Spielvarianten:

·         Die Kinder suchen sich jetzt beim Musik-Stopp einen zweiten Stuhl aus, dann einen dritten und vierten Stuhl. Sie merken sich jeweils ihren 1. 2. 3. und 4. Platz (je nach Altersstufe die Anzahl der Plätze variieren). Wenn jetzt die Musik aufhört, wird eine Zahl von 1 bis 4 gerufen und die Kinder laufen entsprechend der Zahl zu  dem jeweiligen Platz.

·         Je nach Altersstufe wird eine kleine Rechenaufgabe gestellt z.B. vier minus zwei, um zu wissen auf  welchen Platz man sich bei Musik-Stpp setzen muss.

·         Jetzt soll der richtige Platz gefunden werden, nachdem eine bestimmte Anzahl Finger hochgehalten wurde.

·         Bei Musik-Stopp wird eine Zahlenkombination angesagt z.B. 3-2-4. Die Kinder laufen die entsprechenden Plätze in der angegebenen Zahlenreihe ab und setzen sich auf den letzten Platz.

 

Es  ist günstig kleine Merkhilfen wie: „wer sitzt neben/vor/hinter dir“ oder „steht dien Stuhl in Fenster/Wand oder Türnähe“ zu geben.

 

 

Fördereinheit: Höhlenbau

 

Material:

·         Tische, Stühle

·         Polster, Matratzen, Kissen

·         Decken

·         Bewegungsteile der Bewegungsbaustelle wenn vorhanden

·         Kisten, Matten

 

Durchführung:

Bieten Sie den Kindern die angegebenen Materialien in einem genügend großen Raum ( Turnraum, Nebenraum oder Gruppenraum) an. Die Kinder sollen mit dem angebotenem Material gemeinsam  „ETWAS“ schaffen. Sich einen Raum erschließen zum Klettern , Verstecken und Spielen.

 

Förderung der Objektwahrnehmung

 

Fördereinheit: Turm bauen                      

 

Material:

·         Verschieden farbige Duplosteine                 

·         Ein Tuch zum Abdecken

 

Ziele:

·         Visuelle Figur Grund Unterscheidung

·         Förderung der Merkfähigkeit

·         Hand-Finger-Beweglichkeit

·         Oben-Unten Wahrnehmung

 

Durchführung:

Je nach Alter des Kindes fangen Sie mit einigen

Duplosteinen an und bauen Sie einen Turm vor.

Das Kind soll den gleichen Turm ( mit den gleichen

Farben und unterschiedlichen Größen nachbauen.)

 

 

Spielvarianten:

·         Um ein Schwierigkeitsgrad einzubauen decken Sie, nachdem Sie den Turm gebaut haben ,ab.

·         Bauen Sie keinen Turm, sondern ein Gebilde, welches das Kind nachbauen muss.

·         Bauen Sie verdeckt einen Turm und zeigen Sie dem Kind Ihr Gebautes nur einige Sekunden, anschließend muss das Kind dies nachbauen.

Nehmen Sie von ihrem Gebauten etwas weg, das Kind soll dies auch an seinem Gebauten wegnehmen.

 

 

Fördereinheit: Becherschnappen

 

Material:

·         Pappbecher

·         Papier

·         Stifte

 

Ziele:

·         Oben-Unten-Wahrnehmung und Orientierung am

      Objekt

·         Wahrnehmung der Lage und der räumlichen

      Beziehung von Objekten zueinander

·         Koordinative Anforderungen: Greifreaktion,

      Genauigkeit, Behutsamkeit

 

Durchführung:

Jedes Kind zeigt an seinem Becher oben und unten. Miteinander werden Beispiele gesammelt, in welchen Situationen die untere Becherseite z.B. nach oben gedreht  wird ( die obere Becherseite nach oben zeigt). Dann werden viele Becher mit der oberen Seite nach oben zeigend und einige umgedreht auf den Tisch gestellt. Auf Zuruf „obere Seite“ oder „untere Seite“ haben die Kinder die Aufgabe, reaktionsschnell einen Becher zu fassen. Es wird immer ein Becher aus dem Spiel genommen, bevor es weitergeht.

 

Spielvarianten:

·         Das Spiel wird mit geschlossenen Augen durchgeführt. Die Kinder ertasten behutsam die jeweils angesagten Becher, ohne das sie umkippen dürfen.

·         Dieses Mal stapeln die Kinder, die jeweils zuerst einen Becher geschnappt haben, die Becher zu einer Pyramide oder zu einem Turm.

·         Jeweils zwei Kinder spielen zusammen. Zwei Becherpyramiden werden gebaut. Bei der einen stehen die Becher mit der Oberseite nach oben, bei der anderen die Unterseite nach oben. Auf Zuruf baut das eine Kind von der entsprechenden Pyramide jeweils einen Becher ab, das andere Kind baut sie an einer anderen stelle wieder auf.

·         Auf einem Blatt Papier malen die Kinder Bechertürme oder Becherpyramiden auf, bauen sie nach.

 

 

Fördereinheit: Memory

 

Material:

·         Fotoapparat

·         Fotokarton

·         Klebe

·         Durchsichtige Klebefolie

 

Ziele:

·         Wahrnehmungskonstanz

·         Raum-Lage-Wahrnehmung

·         Hand-Auge-Koordination

·         Reaktionsvermögen

·         Merkfähigkeit

·         Sprachverständnis

 

Durchführung:

Aus den angegebenen Materialien bastelt man mit den Kindern Memorykarten. Auf den Fotos können unterschiedliche Gegenstände, Gesichter, Landschaften oder Bewegungsdarstellungen (z.B. ein Kopfstand) fotografiert werden. Die Fotos werden auf den Fotokarton geklebt, ausgeschnitten und mit Klebefolie überklebt. Nun kann es los gehen die Karten werden auf den Tisch oder Boden verteilt, der Reihe nach darf jeder Mitspieler zwei Karten aufdecken diese benennen und wenn er ein Pärchen aufgedeckt hat darf er dieses behalten und ist nochmals an der Reihe, solange bis er zwei unterschiedliche Karten aufgedeckt hat.

 

Spielvarianten:

Wie schon bei der Durchführung beschrieben, kann man sich auf unterschiedliche Themenbereiche einigen. Wenn man die Objekte aus unterschiedlichen Perspektiven fotografiert erhöht sich der Schwierigkeitsgrad.

Außerdem kann man auch Memorykarten mit  Zahlen Buchstaben, Wortbausteinen oder Mengen herstellen.

 

 

Förderung der visuellen Wahrnehmung

 

Fördereinheit  Schau genau

 

Material:

·         Unterschiedliche Gegenstände aus dem täglichen Leben je nach Alter und Entwicklung ca. 3-6

·         Tuch zum abdecken

 

Ziele:

·         Visuelle Merkfähigkeit

·         Figur-Grund-Wahrnehmung

·         Raumlagewahrnehmung

·         Räumliches sehen

·         Räumliche Wahrnehmungskonztanz

 

Durchführung:

Die Kinder sitzen im Sitzkreis, in der Mitte des Kreises befinden sich unterschiedliche Gegenstände. Nun werden die Gegenstände mit den Kindern einzeln besprochen. Wie sie heißen, wozu man sie gebrauchen kann.

Die Gegenstände werden abgedeckt. Ein Kind wird herausgeschickt. Danach wird von einem anderen Kind ein Gegenstand entfernt. Das Kind wird hereingerufen, die Gegenstände werden aufgedeckt und das Kind muss nun erraten welcher Gegenstand fehlt.. Danach ist ein anderes Kind an der Reihe.

 

Spielvariationen:

·         Es werden unterschiedliche Gefäße genommen, die dann nicht entfernt werden, sondern mit Wasser gefüllt

Die Lage der Gegenstände werden verändert. Entweder die Anordnung der Gegenstände oder der Gegenstand selber indem man ihn z.B. hinlegt, nach rechts oder links dreht, auf den Kopf stellt u.s.w.

 

Förderung der auditiven Wahrnehmung

 

Fördereinheit:“ Stimmen erkennen „                               

 

Material:

·         Kassettenrecorder

·         Leere Kassette

·         Mikrophon

·         Schal zum verbinden der Augen

 

Ziele:

·         Auditive Aufmerksamkeit

·         Auditive Figur-Grund-Wahrnehmung

·         Auditive Diskrimination

 

Durchführung:

Die Kinder sitzen mit der Erzieherin zusammen, sie erklärt den Kindern, dass wir uns heute auf einen Kassettenrecorder aufnehmen und anschließend ein Ratespiel daraus spielen.

Vorher bekommen die Kinder die Möglichkeit den Kassettenrecorder auszuprobieren, mit all seinen Möglichkeiten. Die einzelnen Funktionen werden nun den Kindern erklärt.

Einzeln wird nun nacheinander auf dem Recorder gesprochen. Anschließend hört man sich gemeinsam das Gesprochene an und die Kinder sollen nun erraten, zu wem die Stimme gehört.

 

Spielvarianten:

·         Es wird versucht mit verbundenen Augen die Stimmen zu erkennen

·         Die Kinder sprechen nicht auf den Recorder, sondern imitieren Stimmen (z.B. von Tieren)

·         Es werden bekannte Geräusche aufgenommen, die anschließend erraten werden (z.B. laufender Wasserhahn, das schließen eines Fensters, Hände klatschen u.s.w.)

·         Man nimmt unterschiedliche Musikinstrumente auf

 

Pädagogischer Hinweis:

Hier wird auf spielerische Weise die auditive Wahrnehmung gefördert. Das Interesse der Kinder, durch technische Medien hervorzuheben, weckt die intrinsische Motivation, die wohl wichtigste Voraussetzung um die Neugierde der Kinder zu wecken.

Die auditive Aufmerksamkeit, fördert man vor allem dann, wenn der dominanteste aller Sinne, das visuelle System, ausgeschaltet ist. Die Augen liefern oft verwirrende Informationen, bei geschlossenen Augen gelingt die Konzentration auf das Gehörte sehr viel besser.

 

 

Fördereinheit: Wohin gehst du?

 

Material:

·         Trommel mit Schlegel

 

Ziele:

·         Auditive Diskrimination

·         Auditive Aufmerksamkeit

·         Auditive Lokalisation

 

Durchführung:

Die Kinder stehen in der Mitte des Raumes. Die Erzieherin erklärt den Kindern, dass sie sobald die Trommel geschlagen wird, die Augen zumachen und den Klang der Trommel folgen müssen. Der als erster angekommen ist, kann als nächster die Trommel schlagen.

 

Pädagogischer Hinweis:

Den Kindern fällt es oft schwer die Augen zu schließen und ohne optische Wahrnehmung sich auf ihr auditives System zu verlassen.

 

 

Förderung der Handmotorik   

 

  Fördereinheit: Paradiesvogel

 

Material:

·         Mehrere verschiedenfarbige Chiffon-, Baumwoll- oder Seidentücher

·         Haushaltsklammern

·         Musik

 

Ziele:

·         Beweglichkeit in Schulter-Arm- und Handgelenken

·         Hand-Auge-Koordination

·         Kraftdosierung

·         Fingergeschicklichkeit und –beweglichkeit

·         Finger-Daumen-Opposition

·         Taktil,kinästhetische Wahrnehmung

 

Durchführung:

Ein Kind wird zum Paradiesvogel ausgesucht, es stellt sich in die Mitte des Raumes. Die Tücher und die Klammern  werden verteilt, so dass jedes Kind ein Tuch und eine Klammer erhält.

Nun bringen die Kinder , zur leisen Musik, einer nach dem anderen die Tücher mit der Klammer im Schulter-Arm- Bereich, an.

Ist dies Geschehen kann der „Paradiesvogel“ durch den Raum tanzen. Die Anderen Kinder werden nun auch aufgefordert zum Tanz. Einer nach dem anderen darf nun mit den „Paradiesvogel“ tanzen und bekommt dafür vom Vogel sein Tuch zurück an einer Körperstelle geklammert. So das zum Schluss alle Kinder ein Tuch am Körper haben.

 

Spielvarianten:

·         Die Kinder nehmen die Tücher ab und probieren aus was man noch alles mit dem Tuch machen kann

·         Ein Kind führt im Wechsel seine Ideen vor, die anderen amen ihm nach.

·         Man führt einen Tanz mit den Tüchern auf

·         Die Kinder probieren zu zweit mit zwei Tüchern ihre Ideen aus .

 

Es werden Anweisungen gegeben wo die Tücher mit den Klammern an den verschiedenen Körperstellen geklammert werden. Entweder zu zweit oder alleine.

 

 

Fördereinheit: „Schneeballschlacht“

 

Material:

·         Zeitungspapier

·         Papierkorb

·         Oder, Schwämme

·         Großer Müllbeutel

 

Ziele:

·         Beweglichkeit in Hand-Arm-Schultergelenken

·         Zielorientierung und – kontrolle

·         Impuls- und Kraftdosierung

·         Hand-Hand-Kooperation

·         Rechts/ links Seitenvergleich

·         Orientierung am Körper

 

Durchführung:

Jedes Kind stellt sich aus Zeitungspapier mehrere Schneebälle her, indem es in der Hand das Papier knüllt. Dann werden die Schneebälle auf ihre Flugeigenschaft erprobt  z.B. wie hoch sie fliegen, wie man sie auffangen kann und wie weit sie zu werfen sind.

Eine Schneeballschlacht startet anschließend: jeder gegen jeden, ohne Gewinner oder Verlierer.

Zum Spielschluss werden alle Schneebälle in den hochgehaltenen Papierkorb gezielt, bis alle auf diese Weise eingesammelt sind.

 

Spielvarianten:

·         Ein Kind geht mit dem Papierkorb auf dem Kopf im Raum herum. Die anderen versuchen ihren Schneeball in den Korb zu werfen.

·         In der Raummitte wird eine Linie gezogen (evtl. durch Tische). In jeder Raumhälfte stehen eine Kindergruppe, die sich gegenseitig die Bälle zuwerfen. Analog zum Spiel: „ Haltet euer Spielfeld frei“, jede Gruppe versucht soviel Bälle wie möglich in das gegnerische Feld zu befördern.

·         Im Papierkorb befinden sich alle Bälle. Zwei Kinder versuchen den Korb durch Herauswerfen einzelner Bälle zu leeren. Die anderen Kinder bemühen sich, dies zu verhindern, indem sie die Bälle schnell fangen oder aufheben und in den Korb zurücklegen. Dabei darf der Korb nicht zugehalten oder das Zurücklegen bzw. Herauswerfen behindert werden.

Ein oder mehrere große Müllsäcke werden mit Zeitungspapierbällen gefüllt und zugebunden. Nun fliegen diese Riesen-Schneebälle im Zuspiel hin und her durch den Raum.

 

(vgl. Ingrid Schäfer, Graphomotorik für Grundschüler, Verlag borgmann)

 

 

Die Zielsetzung der einzelnen Spiele überschneiden sich selbstverständlich zum Teil, da mehrere Teilbereiche gefördert werden. Die Spiele sind in den primären Förderbereich eingeteilt worden.

 

 

Übungen mit Therapie-Knet

Unseren Prospekt mit den hier gezeigten 12 Übungen können Sie kostenlos bei uns anfordern.

Unser Handbuch "Handübungen mit Therapie-Knet" mit 22 bebilderten Übungen, detaillierter Anleitung und Zielsetzung erhalten Sie beim Fachhandel.
Wir wünschen eine baldige Genesung und ein erfolgreiches Training.

12 Übungen mit Therapie-Knet

1. Finger drücken
Legen Sie den Therapie-Knet auf die Handinnenfläche und pressen Sie die Finger in den Knet, bis die Fingerspitzen die Handinnenflächen erreichen und eine voll geballte Faust entsteht. Lockern Sie die Finger und rollen Sie den Knet in Ihren Händen, um seine ursprüngliche Form wieder zu erhalten. Übung mehrmals wiederholen.

 

2. Finger beugen und strecken
Beugen Sie einen Finger oder Daumen, wobei die Fingerspitze die Handinnenfläche fast berührt. Wickeln Sie mit der anderen Hand einen Streifen Therapie-Knet um die Spitze des gebeugten Fingers und ergreifen Sie beide Enden. Strecken Sie nun den Finger so weit es Ihnen möglich ist. Wiederholen Sie die Übung mehrmals.

 

3. Daumen drücken
Bilden Sie aus Therapie-Knet einen Zylinder und legen Sie diesen auf die Handinnenfläche. Pressen Sie den Daumen durch den Knet bis er die Handinnenfläche erreicht. Drücken Sie den Knet wieder in die alte Form und wiederholen Sie die Übung mehrmals.

 

4. Fingermassage Streckung (Extension)
Halten Sie Ihre Finger gestreckt und führen Sie mit der Handinnenfläche Rollbewegungen aus, so daß aus dem Therapie-Knet ein Zylinder entsteht.

 

5. Daumen abspreizen (Abduktion)
Bilden Sie aus dem Therapie-Knet einen Ring. Legen Sie den Ring um den Daumen und den Zeigefinger. Strecken Sie den Daumen vom Zeigefinger weg. Halten Sie den Daumen im rechten Winkel zum Zeigefinger. Übung mehrmals wiederholen.

 

6. Daumen pressen
Formen Sie aus dem Therapie-Knet eine Kugel. Bilden Sie mit Ihren Fingern ein "Dach" über dem Knet und halten Sie den Daumen darunter. Legen Sie den kugelförmigen Knet zwischen Daumen und Finger und drücken Sie diese zusammen. Halten Sie dabei die Finger gestreckt. Mehrmals wiederholen.

 

7. Finger spreizen
Halten Sie zwei Finger zusammen und wickeln Sie in der Nähe der Fingerspitzen den Therapie-Knet um. Versuchen Sie nun, die Finger zu spreizen. Wiederholen Sie diese Übung mit verschiedenen Fingerpaaren, bis Sie alle Finger trainiert haben.

 

8. Finger drücken
Formen Sie aus Therapie-Knet eine Kugel und legen Sie diese zwischen zwei gespreizte Finger. Versuchen Sie, mit einer scherenartigen Bewegung beide Finger zusammenzubringen. Wiederholen Sie den Vorgang mit verschiedenen Fingerpaaren, bis Sie alle Finger trainiert haben.

 

9. Finger spreizen
Formen Sie aus dem Therapie-Knet eine Art Pfannkuchen und legen Sie diesen auf den Tisch. Beugen Sie Ihre Fingerspitzen und drücken Sie sie in den Knet. Spreizen Sie nun alle Finger gleichzeitig und vergrößern damit den "Pfannkuchen" soweit es geht.

 

10. Kneifbewegungen
Übung 1:
Bilden Sie mit dem Therapie-Knet eine Kugel. Kneifen Sie den Knet zwischen den Fingerspitzen von Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger und pressen Sie die Finger durch den Knet.
Übung 2:
Bilden Sie mit dem Therapie-Knet eine Kugel. Kneifen Sie den Knet zwischen Daumenspitze und Seite des Zeigefingers.

 

11. Handgelenk nach oben strecken (volare Flexion)
Legen Sie den Vorderarm auf einen Tisch oder auf eine Stuhllehne, wobei die Hand mit der Handfläche über die Tischkante oder Stuhllehne nach unten hängen sollte. Greifen Sie den Therapie-Knet mit den Fingerspitzen der selben Hand. Während die andere Hand den Knet in einer festen Position hält, versuchen Sie das Handgelenk nach oben zu strecken (an den Körper heranzuziehen), wobei Ihr Arm auf dem Tisch liegen bleiben soll.

 

12. Handgelenk mit der Handinnenseite an den Körper heranziehen (dorsale Extension)
Legen Sie den Vorderarm auf einen Tisch oder eine Stuhllehne, wobei die Hand mit der Handfläche nach oben über die Tischkante oder Stuhllehne nach unten hängen sollte ("Hand aufhalten"). Greifen Sie den Therapie-Knet mit den Fingerspitzen dieser Hand. Versuchen Sie nun das Handgelenk zu beugen, während die andere Hand den Knet in einer festen Position hält.

 

 
 

 

Weitere Spiel und -Förderanregungen, sowie praktische Impulse erhalten Sie in unseren Fortbildungen oder können diese in den Büchern der Reihe Praxisbuch Sozialpädagogik nachlesen.

 
 
 
 
 
 
 
 

                    

 

 

 

 

 

 

 

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